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Pressedienst vom 12.05.2010

Hundekot kann schädlich sein

Warnschilder an den BBV-Geschäftsstellen erhältlich

München (bbv) – Der Frühling hat Einzug gehalten, Bayerns Kühe und Schafe dürfen wieder auf die Weide und der erste Schnitt auf Grünlandflächen ist bereits im Gange. Das wirft wieder das heiß diskutierte Thema „Hundekot“ auf.
Hundehaufen sind nicht nur auf Grünflächen und Gehsteigen ein Ärgernis. Sie können auf der grünen Wiese für Tiere zur echten Gefahr werden. Zum Beispiel dann, wenn Kühe Heu oder Grassilage fressen und diese durch Hundekot mit Parasiten verunreinigt sind. In einem Gramm Hundekot sind Millionen von Bakterien.

Viele Hundebesitzer sehen nicht ein, dass ihre Vierbeiner um diese Zeit in den Wiesen nicht mehr geduldet werden.

„Hundebesitzer wollen ihren Tieren in der Natur freien Lauf lassen“, sagt Josef Wasensteiner, Referent für Vieh und Fleisch beim Bayerischen Bauernverband. Allerdings müsse man auch sehen, dass sich dadurch für die Landwirtschaft Probleme ergeben. Beim Mäh- und Erntevorgang wird Hundekot in das Futter vermischt. „Fressen Nutztiere dieses Weidefutter, können Krankheitserreger übertragen werden. Der Hundebandwurm kann zum Beispiel bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen. Ein anderer Parasit, der durch Hundekot übertragen wird, ist der Einzeller Neospora Caninum. Auch er führt zu Fehlgeburten bei Rindern. Einen Impfstoff dagegen gibt es nicht und befallenen Tieren sieht man meist nichts an. Der Parasit ist lediglich durch eine Blutuntersuchung nachweisbar“, erläutert Wasensteiner das Problem.

Aber auch wirtschaftlich hat die Verunreinigung von Futterflächen weit reichende Folgen. So sind den Landwirten seitens der EU strenge hygienerechtliche Vorschriften bei der Gewinnung von Lebensmitteln auferlegt. „Ihre Einhaltung ist nicht sichergestellt, wenn Futtermittel verunreinigt sind“, erklärt Wasensteiner. Im schlimmsten Fall könne das Weidefutter dann nicht verwertet werden. „Für erzeugte Produkte wie Fleisch oder Milch trägt der Landwirt die volle Verantwortung“.

Das Argument vieler Hundebesitzer, Hundekot sei gleich Kuhfladen, entkräftet Wasensteiner. „Fleischfresser müssen hier von Pflanzenfressern unterschieden werden. Gülle oder Mist auf landwirtschaftlichen Flächen werden vom Boden schnell aufgenommen“, erklärt der Experte.

Eine Übertragung von Krankheiten erfolge hauptsächlich durch Kot von Fleischfressern. Der Bayerische Bauernverband rät den Bauern zum Dialog mit den Hundebesitzern. „Nur so entsteht gegenseitiges Verständnis. Den Hundehaltern muss verdeutlicht werden, die Hundehaufen ihrer Vierbeiner nicht nur in Stadtparks, sondern auch auf Wiesen und Weiden auf dem Land einzusammeln und mitzunehmen“, sagt Wasensteiner. Mit einem speziellen Schild, das die Landwirte an den BBV-Geschäftsstellen erwerben können, werden die Hundebesitzer auf das Problem Hundekot hingewiesen.

Schilder wie diese werden Spaziergänger in nächster Zeit wieder vermehrt an Wiesen und Weiden antreffen. Ihr Zweck besteht darin, das Anliegen der Landwirte zu verdeutlichen. Landwirte können das Schild im Internet bestellen. Dort gibt es auch noch weitere Schilder für den Hof.

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