Gemeinsame Wurzeln
Jubiläumsfeier 200 Jahre Oktoberfest: Bayerischer Bauernverband macht Lust auf das ZLF 2012
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Christian Ude eröffnete der Präsident
des Bayerischen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, die Jubiläumsfeier
200 Jahre Oktoberfest am Freitag, 17. September 2010, im Großen Ring auf
dem Festgelände Südteil Theresienwiese. Als Veranstalter des
Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes gab der BBV-Präsident
gemeinsame mit Münchens Oberbürgermeister den Startschuss fürs erste
Pferderennen im „Großen Ring“.
Am BBV-Stand im Tierzelt erfahren die Besucher mehr zur Geschichte des ZLF: In Bildern wird an die Anfänge des Landwirtschaftsfestes erinnert. Filme aus den Jahren 1949, 1951 und 1954 zeigen, welche Themen in der Nachkriegszeit für die große Landwirtschaftsausstellung wichtig waren.
„Sommerfrische früher und heute“ ist das Motto für den Landesverband
Urlaub auf dem Bauernhof in Bayern e.V., der mit Informationen rund um
den Urlaub auf dem Land und mit unterhaltsamen Spielen die Besucher
lockt. Wie sich die Ausgaben für Ernährung im Lauf der Jahrezehnte
veränderten – auch dies ist Thema am BBV-Stand.
Weitere Informationen zur 200-jährigen Feier des Oktoberfestes erhalten Sie auch unter Aktuelles > Aktionen > Jubiläumswiesn.
Die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des ZLF zeigt die folgende Chronologie:
12. Oktober 1810 Anlässlich der Vermählung Kronprinz Ludwigs von Bayern
mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen findet ein fünf Tage
andauerndes Fest mit ca. 6000 geladenen Gästen statt. Höhepunkt ist das
Pferderennen auf der nach der Braut benannten Theresienwiese. Kurz nach
dem Fest wird bekannt gegeben, dass die Volksfeier fortan jährlich
begangen werden soll.
1811 Neben dem schon bekannten Pferderennen gibt es jetzt auch eine
Viehausstellung mit Prämierung. Nicht nur die erste bayerische, auch die
erste deutsche Landwirtschaftsausstellung ist geboren.
1812 Das Volksfest bekommt den Namen „Centrallandwirthschaftsfest“.
1816 Neueste Gerätschaften und Techniken zur Verbesserung des Landbaus werden vorgestellt.
1818 Auf der Theresienwiese dreht sich das erste Karussell. Zusammen mit
zwei Schaukeln ist es einer der ersten Schaustellerbetriebe.
1819 Oktoberfest und Landwirtschaftsfest werden organisatorisch und
finanziell getrennt. Der Magistrat der Stadt München übernimmt die
Leitung des Pferderennens und die Betreuung des Festschießens sowie der
Wirtsaktivitäten. Für die Organisation der landwirtschaftsbezogenen
Festbereiche ist der Landwirtschaftliche Verein zuständig.
1827 Unter den Ausstellungsgegenständen sind neuartige Produkte aus der Seidenzucht und der Spinnerei.
1864 Justus von Liebigs Versuche zum Kartoffelanbau werden der Öffentlichkeit präsentiert.
1877 Die Sojabohne ist zum ersten Mal Ausstellungsobjekt. Der Anbau von Moos- und Moorbeeren aus Amerika wird demonstriert.
1913 Mit einer Traubenweinkosthalle, einer Molkereikosthalle und einer
Obstausstellung gesellen sich neue Ausstellungseinheiten zu den schon
bekannten.
1934 – 1948 Der Landwirtschaftliche Verein wird dem Reichsnährstand
einverleibt. Für das Zentral-Landwirtschaftsfest ist dies das vorläufige
Aus.
1949 Das erste ZLF nach Gründung der BRD findet unter neuer
Schirmherrschaft statt. Organisator ist der 1945 gegründete Bayerische
Bauernverband.
ab 1950 Das ZLF wird stetig um eine Attraktion bereichert,
beispielsweise um einen auf der Theresienwiese errichteten
Modellbauernhof, eine „stilechte“ oberbayerische Alm oder einen
fränkischen Weinberg mit Ruine und Fachwerkdorf.
1978 Die Besucherzahl des ZLF übersteigt erstmals die Halb-Millionen-Grenze.
1996 Der vierjährige Turnus wird eingeführt.
2000 Auf rund 80.000 Quadratmetern präsentieren 650 Aussteller die
Vielfalt bäuerlicher Landwirtschaft. Im Zentrum des ZLF steht der
Nachbau der Kirchenburg Mönchsondheim.
2004 Das ZLF widmet sich dem Zukunftsthema „Erneuerbare Energien“. Im
Energieturm wird rund um Biomasse, Solar und vieles mehr informiert.
2008 München feiert unter dem Motto „Brücken bauen“ seine
850-Jahr-Feier. Das ZLF greift das Motto ebenfalls auf. Eine Brücke aus
Holz führt vom „Erlebnispark Erneuerbare Energien“ im Freigelände in die
Halle 9 des Bayerischen Bauernverbandes.














