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16.03.2017 Geflügelpest

Landesweite Stallpflicht wird gelockert

Entwicklung der Geflügelpest weiterhin genau beobachten

Die Geflügelpest bei Wildvögeln in Bayern ist in den letzten Wochen rückläufig. Das hat das Bayerische Umweltministerium am 16. März bekannt gegeben. Die allgemeine Stallpflicht für Geflügel in ganz Bayern wird deshalb gelockert. Somit können Eier in den meisten Fällen wieder als Freilandeier vermarktet werden.
Die landesweite Aufstallungspflicht für Geflügel in Bayern wurde aufgehoben.
© BBV
 
Die Aufstallungspflicht gilt damit nur noch in den Restriktionsgebieten um Geflügelpestfälle bei Wildvögeln oder Hausgeflügel. Die Kreisverwaltungsbehörden werden angewiesen, die verfügten Aufstallungsverpflichtungen unverzüglich aufzuheben. Nähreres in den Verfügungen der einzelnen Veterinärämtern zu entnehmen. Die erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleinere Bestände gelten aufgrund einer Bundesverordnung weiterhin bis zum 20. Mai 2017. 
 
Durch die Stallpflicht und die Sicherheitsmaßnahmen der Geflügelhalter konnte ein großflächiges Übergreifen der Geflügelpest auf Nutztierbestände in Bayern verhindert werden. Um eine mögliche erneute größere Ausbreitung der Vogelgrippe rasch zu erkennen, führt Bayern das bestehende Wildvogelmonitoring weiter.
 
In den vergangenen Monaten sind in Deutschland über 1.000 Fälle der Geflügelpest bei Wildvögeln und über 80 Fälle beim Hausgeflügel bestätigt. In Bayern gab es bei Wildvögeln rund 120 Nachweise in allen sieben Regierungsbezirken und neun Nachweise in hauptsächlich kleineren Nutzgeflügelbeständen.
 
Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Weil insbesondere viele Freiland-Legehennenhalter wegen der Stallpflicht und den  EU-Vermarktungsnormen massive Erlöseinbußen zu verzeichnen hatten, hatte sich Bauernpräsident Walter Heidl an die bayerische Staatsregierung gewandt und Lösungen eingefordert.

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest finden Sie...

•    ...beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
•    ...beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
 

Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin notwendig


In der jetzigen Situation ist die strikte Einhaltung und Optimierung von Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbeständen von größter Bedeutung. Das FLI rät zu erhöhter Aufmerksamkeit und empfiehlt nachdrücklich:

  • Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen, auch in Kleinhaltungen, zoologischen Gärten, Tierparks und -heimen, einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, Desinfektionsmaßnahmen
  • Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel (mindestens in Regionen mit hoher Wasservogeldichte, hoher Geflügeldichte, in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen oder an bestehenden HPAIV H5N8-Fundorten)
  • Aufstallung von Zoovögeln soweit möglich, Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern/Vogelschauen
  • Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern
  • Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR-Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Geflügelbestände, denen Ausnahmen vom Aufstallungsgebot genehmigt wurden, sollten maximal im Abstand von 3 Wochen klinisch und virologisch untersucht werden
  • Vogel-Ausstellungen jeder Art sollten bis auf Weiteres unterbleiben
  • Meldung verendeter oder kranker Wildvögel und Säugetiere in Gebieten mit gehäuften Wildvogel-Totfunden an die zuständige Veterinärbehörde
  • Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring, letzteres insbesondere über Kotproben aus der Umwelt)
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, zu Geflügel; in Wildvogel-Geflügelpest-Gebieten: Jagdverbot auf Federwild
  • Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
  • Überprüfung der Durchführbarkeit der in den Krisenplänen für den Seuchenfall vorgesehenen Maßnahmen und Aktualisierung der Pläne, soweit erforderlich

Unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/klassische-gefluegelpest/ hat das FLI eine aktuelle Risikoeinschätzung zur Geflügelpest veröffentlicht.  

 

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