Termine und Seminare
Donnerstag 17. Mai 2012
Main-Spessart | Gräfendorf
Tag des offenen Hofes bei Fischgut Seewiese in Gräfendorf
Bei Führungen wird den Verbrauchern der Betrieb [weiter...]
Freitag 18. Mai 2012
Bad Tölz-Wolfratshausen | Wackersberg | Oberfischbach
Schöne Stunden erleben - Kräuterwanderung, Herstellen von Milchkosmetik, Schlemmen am Wildkräuter-Buffet
Die Teilnehmer lernen bei der Wanderung die [weiter...]
Sonntag 20. Mai 2012
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | Mkt. Baudenbach
Tag des offenen Dorfes - Betriebserkundungen
Bei informativen Führungen auf den verschiedenen [weiter...]
13.10.2011 Gemeinsame Agrarpolitik

EU-Kommission zur GAP bis 2020

BBV sieht Planungen kritisch

Die EU-Kommission hat am 12. Oktober 2011 ihre Vorschläge zur EU-Agrarpolitik von 2014 bis 2020 vorgestellt – auf über 500 Seiten. Der Bayerische Bauernverband befürwortet die Ziele der Vorschläge wie Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit, die mit der vorgestellten Ausgestaltung und den geplanten Instrumente jedoch nicht erreicht werden.
José Manuel Barroso
© EU-Kommission
Somit stehen bis zur Entscheidung, die wohl im März 2013 fallen wird, sehr schwierige und harte Beratungen mit den EU-Agrarministern und dem Europaparlament an. Hier muss aus Sicht der bayerischen Bauern noch einmal deutlich nachgebessert werden.
 
Eine starke Landwirtschaft, die hochwertige Lebensmittel für die 500 Millionen Verbraucher in der EU erzeugt und die ländlichen Räume belebt, braucht eine starke EU-Agrarpolitik. Die Bauern erhalten schließlich auch die lebenswerte Heimat, bewirtschaften das Land nachhaltig, sichern die Ernährung und schonen die natürlichen Ressourcen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Für die hohen EU-Standards beim Tier- und Umweltschutz und der Sicherheit der Lebensmittelerhalten die Bauern pro Jahr und Quadratmeter gerade einmal drei Cent als Ausgleich.
 
Enttäuscht ist der Bauernverband, dass EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos bei seinen Vorschlägen die bisherigen Leistungen der Bauern nicht anerkennt. Allein die bayerischen Bauern erbringen freiwillig auf jedem dritten Hektar besondere Umweltleistungen, die der Staat honoriert. Genau diese Regelung würden Ciolos Vorschläge jedoch aushebeln. Insgesamt müssten die bayerischen Bauern also höhere Anforderungen erfüllen und bekämen im Gegenzug weniger EU-Gelder.
 
Die bayerischen Bauernfamilien erwarten deshalb, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und die 15 bayerischen Europaabgeordneten in den nächsten Monaten Korrekturen durchsetzen. Ohne eine ausreichende Unterstützung von land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben durch die EU drohe gerade im ländlichen Raum ein erheblicher Verlust an Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft. Das Agribusiness beschäftigt in Bayern derzeit über 700.000 Arbeitskräfte und erwirtschaftet rund 100 Milliarden Jahresumsatz.
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