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25.10.2011
Gemeinsame Agrarpolitik
Gut gedacht, schlecht gemacht
Präsidium bewertet Kommissionsvorschläge
Nachdem die EU-Kommission Mitte Oktober ihre Verordnungsvorschläge zur EU-Agrarpolitik (GAP) von 2014 bis 2020 präsentiert hat, hat sich heute das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes ausführlich mit den Vorschlägen auseinandergesetzt.
In diese Beratungen flossen die ersten Bewertungen der
gemeinsamen Sitzung von allen betroffenen Landesfachausschüssen des
Bauernverbandes ein, an der rund 90 Bäuerinnen und Bauern teilgenommen
haben.
Das Präsidium hält es für richtig, dass die EU-Kommission auf eine
rentable Nahrungsmittelerzeugung, nachhaltiges Wirtschaften und eine
ausgewogenen Entwicklung abzielt. Mit den geplanten Maßnahmen und
Instrumenten seien diese Ziele jedoch nicht zu erreichen.
Enttäuschend ist für das Präsidium, dass die bisher schon erbrachten
Leistungen der bayerischen Bauernfamilien in keiner Weise berücksichtigt
werden. Die EU-Kommission würdige weder die freiwilligen, besonderen
Umweltleistungen über die bayerischen Agrarumweltprogramme auf jedem
dritten Hektar noch die Umverteilung von über 400 Millionen Euro
Direktzahlungen von Ackerland auf Grünland und extensive
Bewirtschaftungsformen. Insgesamt seien die vorliegenden Entwürfe zwar
gut gedacht, aber schlecht gemacht.
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