Termine und Seminare
Mittwoch 24. August 2016
Eichstätt | Möckenlohe
Kreisversammlung - Ortsbäuerinnen
Frau Kreisbäuerin Christa Weber lädt alle [weiter...]
Mittwoch 24. August 2016
Kelheim | Riedenburg
Landfrauen on Tour
In diesen Kochvorführungen in Kooperation mit der [weiter...]
Donnerstag 25. August 2016
Ostallgäu | Wald
Betriebsführung des Betriebes Babel - einer der besten Braunviehzuchtbetriebe
Der Hof von Familie Babel ist ein moderner [weiter...]
 [Alle Termine...]
Zur Homeseite
01.09.2015 Politik

Jetzt wirksam und direkt helfen!

Angesichts Preismisere und Trockenheit: Heidl fasst bei Schmidt und Brunner nach

In den letzten Wochen hat sich für die bayerischen Bauern bei vielen Erzeugerpreisen ein absolut unbefriedigendes Niveau entwickelt. Das Russlandembargo, das aus politischen Gründen und aufgrund der Ukrainekrise verhängt wurde, trägt insbesondere bei Milch, Fleisch, Obst und Gemüse zu massiven Marktproblemen bei.
Die Preissituation ist für viele Landwirte in Bayern bedrohlich.
© BBV
Im Vorgriff auf das Herbstreffen der deutschen Agrarminister in Fulda hat sich Bauernpräsident Walter Heidl wegen der enormen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bauern durch Preismisere und Trockenheit nochmals an die Politik gewandt. „Ich fordere weiterhin von Bundesminister Schmidt und Staatsminister Brunner, dass am Ende wirksame Direkthilfen für unsere bayerischen Bauern ermöglicht werden“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. Das von Brüssel verabschiedete Hilfspaket bezieht sich insbesondere auf den Milch- und Schweinesektor. Die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung müssten die Direkthilfe auf über 100 Millionen Euro aufstocken. Damit diese Hilfe unmittelbar und rasch bei den Milchbauern, Ferkelerzeugern und Schweinehaltern ankomme, müssten die Agrarminister einen nationalen Umsetzungsweg beschließen. Daneben brauche es Liquiditätshilfen auch für die regional von Trockenheit massiv geschädigten Ackerbau- und Futterbaubetriebe.

„Das Hilfspaket aus Brüssel kann nur ein Schritt sein, um die enormen Folgen für die betroffenen Landwirte zu mildern“, erläutert Heidl. „Wir setzen uns seit längerem angesichts der Preismisere gerade bei Milch, Ferkeln und Fleisch sowie angesichts der regional gravierenden Trockenheitsschäden im Futter- und Ackerbau für unterstützende Maßnahmen ein“, sagt Heidl. Deshalb seien weitere Schritte zwingend erforderlich, gerade auch durch zusätzliche Mittel und Initiativen durch die nationale und Brüsseler Politik.Eine bedeutende Ursache für die aktuellen Schwierigkeiten auf den europäischen Agrarmärkten ist das Russlandembargo. Dieses Embargo für europäische Lebensmittel, das aus politischen Gründen und aufgrund der Ukrainekrise verhängt wurde, trägt insbesondere bei Milch, Fleisch, Obst und Gemüse zu massiven Marktproblemen bei. Die Bundesregierung sei neben Brüssel deshalb gefordert, die bäuerlichen Familienbetriebe mit den enormen wirtschaftlichen Folgewirkungen außenpolitischer Entscheidungen nicht allein zu lassen, so Heidl. „Neben Brüssel muss auch die Bundespolitik dazu beitragen, die negativen Folgen des Russland-Embargos auf die Marktsituation der Bauern abzubauen“, erklärt Heidl. Zudem bedürfe es in Deutschland dringend einer wirksamen Absatzförderung. Zum einen müsse hier das Bundeslandwirtschaftsministerium alle Möglichkeiten zum verbesserten Absatz hochwertiger deutscher Lebensmittel, für die im In- und Ausland eine kaufkräftige Nachfrage vorhanden ist, nutzbar machen. Zum anderen müsse die Bundespolitik die von der EU angebotenen Unterstützung zur Absatzförderung durch nationale Ko-Finanzierungsmittel in Brüssel abrufen. „Über diesen Weg kann die Bundesregierung für die deutschen und bayerischen Bauern mittelfristige, einkommenswirksame Perspektiven an den Agrarmärkten schaffen“, erklärt Heidl. Kurzfristig seien kurzzeitige und spontane Marktentnahmeaktionen und anderweitige Verwertungen im Lebens- und Futtermittelbereich von Brüssel zu ermöglichen, um die massiven Marktstörungen mit desaströsen Preisabstürzen für die Erzeuger sofort aufzufangen.
 
Im Vorfeld der Herbsttagung der deutschen Agrarminister am 1./2. Oktober in Fulda appelliert Heidl an Staatsminister Brunner und Bundesminister Schmidt, unter anderem folgende Anliegen umzusetzen:
      • Entlastung für alle Landwirte: für die Unfallversicherung (LUV) zusätzlich 100 Mio. Euro/Jahr über drei Jahre hinweg.
      • verfügbare Restmittel des diesjährigen EU-Agrarfinanzrahmens und zusätzlich die mehr als 900 Mio. Euro Superabgabemittel den Mitgliedstaaten bereitstellen.
      • nationale Aufstockung der 69 Mio. Euro aus Brüssel auf über 100 Mio. Euro in Deutschland als Direkthilfe für Milchbauer, Ferkelerzeuger und Schweinehalter.
      • Auszahlung der Betriebsprämie frühzeitig und vollständig in 2015.
      • Auszahlung von Ausgleichszulage, KULAP und VNP frühzeitig im November 2015.
      • Einführung eines einfachen Instruments zur Glättung der Steuerbelastung bei stark schwankenden Wirtschaftsergebnissen für Landwirte.
      • Schnelle und effiziente Maßnahmen der Bundesregierung gegen die erdrückende Marktmacht und die ruinöse Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels bei Lebensmitteln. Deshalb wird eine vollständige Übernahme der Tengelmann-Filialen durch EDEKA abgelehnt, da so die Machtkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel noch weiter verschärft würde.
      • Moratorium für neue bzw. zusätzliche Auflagen, um verstärkten Strukturwandel bei bäuerlichen Familienbetrieben zu vermeiden
      • Möglichkeiten für Liquiditäts- und Bürgschaftsprogramme durch den Bund.
      Den gesamten 10-Punkte-Katalog finden Sie hier.
       

      Diesen Artikel empfehlen:
      Seite drucken Nach oben
      Zur Homeseite
      BBV vor Ort
      Unterfranken Oberfranken Mittelfranken Oberpfalz Schwaben Oberbayern Niederbayern